Chronik Turnverein St. Hubert 1968 e. V.

Die Gründung

Am 5. Juli 1968 versandten drei Bewohner St. Huberts (Frau Küsters, Herr Gennert und Herr Nüsken) eine Einladung an einen nicht näher bezeichneten Kreis von St. Huberter Sportfreunden, in der es hieß: „Wir haben die Absicht, einen Turnverein in St. Hubert ins Leben zu rufen. Die Gründungsfeier findet am 13. Juli 1968, 20 Uhr, im Lokal Valkyser, Bahnstr., statt. Das vorläufige Programm des Turnvereins umfasst in erster Linie das Frauen- und Kinderturnen unseres Heimatortes.“ Diese Versammlung hat tatsächlich stattgefunden und beschlossen, in St. Hubert einen neuen Turnverein zu gründen. Von den 30 Gründungsmitgliedern leben heute noch sechs in St. Hubert. Was war die Ursache für die Neugründung? Es sieht so aus, dass die meisten

Gründungsmitglieder vorher im TUS St. Hubert waren; aber es gefiel ihnen nicht, dass die Hauptaufmerksamkeit des TUS sich auf den Fußball richtete und andere Bereiche wie Frauen- und Kinderturnen vernachlässigt wurden. Und obwohl der damalige Vorsitzende des TUS, H. Jansen, an der Versammlung teilnahm und seine Sicht der Dinge darlegte, konnte er nicht verhindern, dass fast 100 % der Anwesenden sich für die Neugründung aussprach. Das deutet darauf hin, dass der damalige TUS die Wichtigkeit des Frauen- und Kinderturnens nicht richtig eingeschätzt hat. In dem langen Artikel, den die WZ (Nr. 162/68) über die Neugründung veröffentlichte, kam H. Jansen ausführlich zu Wort. Er stellte zunächst klar, dass alle bisherigen Abspaltungen vom TUS gescheitert seien; ganz besonders kritisierte er, dass in dem geplanten neuen Verein die Übungsleiter für ihre Tätigkeit vergütet werden sollten. Aus heutiger Sicht muss man sagen, dass der neue Verein an zwei Punkten den Geist der Zeit erkannt hatte: Die Wichtigkeit von Frauen- und Kinderturnen und die Notwendigkeit, Übungsleitertätigkeit zu vergüten. Beides hat sich durchgesetzt und gilt bis heute.

Die ersten Jahre

Soll man jetzt behaupten, dass der Turnverein St. Hubert 1968 e.V. ein echtes Kind der 68er- Bewegung ist? Das glaube ich nicht. Rudi Dutschke war wohl den meisten Sportlern in St. Hubert bestenfalls aus dem Fernsehen bekannt. Aber es ist auffällig, dass bei der Neugründung viel Druck von den Frauen ausging. Das ist zwar nicht typisch für die 68er- Bewegung, aber es atmet doch den Geist einer neuen Entwicklung. Das hat selbst den ersten Ersten Vorsitzenden des neuen Vereins, H. Nüsken, überrascht; denn als er in der JHV 1970 soeben als Erster Vorsitzender bestätigt worden war (im zweiten Wahlgang), legte er das Amt nieder mit der Begründung, er sei es leid, „sich von der Damenabteilung weiterhin Vorschriften machen zu lassen. Er käme sich sowieso schon länger als nur der Vorsitzende eines Damenvereins vor.“ Wahrscheinlich war diese Sitzung zwei Jahre nach der Gründung die einzig wirklich kritische Situation in den bisherigen 50 Jahren der Vereinsgeschichte. Die weitere Entwicklung zeigte jedoch, dass die Arbeit in den Gruppen von der Krise nicht betroffen war. Allerdings waren auch hier die Anfänge klein; im Hubertusboten (Nr. 23) vom September 1968 ist unter der Überschrift „Turnverein St. Hubert 1968“ zu lesen: „Ab sofort sind die Übungsstunden in der Turnhalle wie folgt:

montags von 19.30 bis 21.30 Uhr Männer- und Frauenturnen. Die Frauen turnen wie bisher unter der Leitung von Marga Gennert. Dienstags von 16.30 bis 18.30 Uhr Kinderturnen unter der Leitung von Irma Nüsgen. Interessenten können sich während der Turnstunden oder bei Frau Küsters, Bahnstraße, melden.“

Ein neuer Verein hat es in einem nicht gerade riesengroßen Dorf wie St. Hubert naturgemäß schwer, sich durchzusetzen. Aber der Turnverein hat das geschafft. Wie ist das zu erklären? Es gibt verschiedene Ursachen: Zum einen hatte der Turnverein mit dem Frauen- und Kinderturnen eine echte Marktlücke entdeckt. Und die bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts stetig steigenden Mitgliederzahlen belegen, dass das lange so blieb.

Zum anderen ist in St. Hubert seit den 50er Jahren viel gebaut worden, und dadurch kamen junge Familien ins Dorf. Und was in den Augen einiger Alteingesessener ein Problem war, war für den Turnverein günstig. Wer sich die Mitglieder der ersten 25 Jahre anschaut, stellt fest, dass der Turnverein stark von Zugezogenen geprägt worden ist. Ein weiterer Grund ist darin zu sehen, dass die Frage, ob der Turnverein Wettkampf- oder Breitensport betreiben solle, sehr schnell zugunsten des Breitensports entschieden wurde.

Das hatte zur Folge, dass der Turnverein nicht nur für sportlich Hochbegabte attraktiv war, sondern für alle, die erkannt hatten, dass Bewegung eine zentrale Rolle für die Gesundheit spielt. Das hatte allerdings auch zur Folge, dass die frühen Vorstände in der Zeit vor 1976, bevor die große Turnhalle eröffnet wurde, hart für Übungszeiten in der kleinen Halle und in Voesch kämpfen mussten, letztlich mit Erfolg.

Nicht erfolgreich waren dagegen die Versuche des Turnvereins, zuerst eine eigene Schwimm- und später eine eigene Tischtennisabteilung aufzubauen. Heute würde man wahrscheinlich so etwas nicht mehr versuchen; wenn ein Verein Schwimmen oder Tischtennis anbietet, sollte nicht ein anderer dasselbe versuchen. Aber aus dem Selbstverständnis vieler Sportvereine der damaligen Zeit kann man es verstehen: sie begriffen sich als eine sporttreibende Großfamilie, während Sportvereine heute sich eher als Dienstleister verstehen.

Dieser Familiengedanke steckte wohl auch hinter den Bemühungen der frühen Vorstände, sowohl für Kinder wie für Erwachsene gesellige Veranstaltungen zu organisieren. So gab es für die Kinder eine Fahrt zu den Karl-Mai-Festspielen in Elspe oder nach Grefrath zu „Dornröschen auf dem Eis“ und zu „Peterchens Mondfahrt“; regelmäßig fanden für die Kinder Nikolaus-Feiern statt. Für die Erwachsenen gab es gesellige Abende mit Tanz, Karnevalsfeiern und ein Weckmannessen in der Vorweihnachtszeit. Manchmal gab es auch ein Sommerfest für den ganzen Verein in der Waldschenke.

Zum Abschluss der frühen Jahre soll noch eine Kleinigkeit aus dem Gründungsjahr 1968 angeführt werden, worüber der Hubertusbote (Nr. 26) im Dezember 1968 unter der Überschrift „Werbung für das Prellballspiel“ berichtete: „Auf Einladung des Turnvereins St. Hubert 1968, trugen die Prellballspieler des Turnvereins „Gut Heil“ Krefeld 1895 in der Schulturnhalle einige Spiele aus. Wie Vorsitzender Heinz Nüskes in seiner Begrüßungsansprache sagte, sei dieser Sport in St. Hubert so gut wie unbekannt. Diese Veranstaltung soll diesem guten Ausgleichssport auch hier Freunde gewinnen. Die Krefelder Sportler äußerten sich lobend über die Turnhalle, die mit ihrem Schwingboden für das Prellballspiel ideale Voraussetzungen schaffe. Der Turnverein St. Hubert 1968 wird diesen Sport in sein Programm aufnehmen.“ Er hat das nicht getan, und auch heute noch scheint mir das Prellballspiel in St. Hubert so gut wie unbekannt zu sein.

Die Entwicklung bis 1993

Mit der Wahl von Heinz Fleischer zum Ersten Vorsitzenden in der

Jahreshauptversammlung 1976 setzte eine Entwicklung ein, die von steigenden Mitgliederzahlen, neuen Angeboten und ruhiger und solider Vorstandsarbeit geprägt war.

Begünstigt wurde diese Entwicklung auch durch die Fertigstellung der Zweifachturnhalle in St. Hubert im gleichen Jahr; es gab neue Hallenstunden für den Turnverein. 1979 wurde eine Tanzgruppe für Mädchen geschaffen, ein Ansatz, der bis heute immer wieder gemacht wurde, aber – aus unterschiedlichen Gründen – nie lange funktionierte. Als sehr stabil erwies sich dagegen die Gründung der Behindertengruppe 1981, die viele Jahre von Erika Lemke geleitet wurde und 2006 ihr 25jähriges Bestehen groß feiern konnte; sie besteht noch heute. Und in jedem Jahr nimmt sie an der Veranstaltung der Kreissportverbandes „Spiel und Sport verbinden“ teil.

Schon seit 1968 hat der Turnverein seine Mitglieder, aber auch interessierte Bürger, dazu animiert, das Sportabzeichen zu machen. Seither werden in jeder Jahreshauptversammlung die gelungenen Versuche beklatscht. Aber die Vorstände haben auch immer wieder betont, dass das Wichtigste am Turnverein die regelmäßige Teilnahme an den wöchentlichen Übungsstunden ist, wofür Heinz Fleischer die Formulierung „Das Sportabzeichen des kleinen Mannes“ verwendete.

Eine Kleinigkeit sei aus dem Jahre 1980 erwähnt: „Aus der Versammlung

(Jahreshauptversammlung) kam die Frage: Was machen wir mit dem vielen Geld in der Kasse? Antwort von Herrn Hein: ein kleines Polster ist ganz gut“. Ob diese Anfrage der Auslöser für das schon erwähnte Sommerfest in der Waldschenke war, ist aus den Unterlagen nicht zu erkennen.

Einen ganz anderen Aspekt beleuchtet folgende Notiz: „Ende 1983 verteilte Frau Prudlo (eine Übungsleiterin) in ihrer Gruppe Fragebögen mit Fragen über Zufriedenheit, Kritik, Wünsche und Anregungen. Es kamen sehr gute Anregungen, einige Wünsche und auch Kritik dabei heraus. Aber in großen und ganzen war man zufrieden.“

Im Jahre 1980 wird erstmals eine Tätigkeit des Turnvereins erwähnt, die sich seither großer Beliebtheit erfreut: die sommerlichen Radtouren. Sie sind nicht zu anstrengend (ca. 30 km lang), auf halber Strecke gibt es Kaffee und Kuchen (selbst gebacken) und am Schluss wird gegrillt (früher bei Baumeister, heute am Bürgerhaus, beides in Voesch). Es hat schon bis zu 65 Teilnehmer an einer Tour gegeben, heute sind es noch um die 30, und für das gegenseitige Kennenlernen und für die Geselligkeit sind sie bestens geeignet, bei Sonne und bei Regen.

Als der Turnverein 1988 20 Jahre alt wurde, gab es eine Busfahrt nach Mülheim und von dort eine Bootsfahrt nach Kettwig, was bei den Teilnehmern gut ankam.

Aber auch in ruhigen und erfolgreichen Jahren gibt es Probleme. Ein solches entstand 1990, als klar wurde, dass die Halle in Voesch vorläufig nicht mehr zur Verfügung stehen würde, da die Stadt sie für Aus- und Übersiedler brauchte. Das führte zu heftigen Reaktionen. „Die Frauen aus den verschiedenen Gruppen beriefen eine Versammlung ein, die bei Baumeister im „Voescher Krug“ stattfand. Der Vorstand wurde eingeladen und um seine Stellungnahme gebeten. Man könne die Wegnahme der Turnhalle doch nicht einfach so hinnehmen, man müsse doch etwas dagegen tun, protestieren, die Halle besetzen, sich vor die Halle legen, niemanden hineinlassen.“ Daraus wurde nichts; und ab September 1991 stand die Halle wieder zur Verfügung.

Der Höhepunkt der ersten 25 Jahre des Turnvereins war sicher das Fest am 30. Oktober 1993 im neuen Forum in St. Hubert.

Und wie ging es weiter?

Heinz Fleischer hatte schon in der Jahreshauptversammlung 1993 – noch vor dem Jubiläum – angekündigt, dass er nach der Jahreshauptversammlung 1994 nicht mehr als Erster Vorsitzender zur Verfügung stehen würde. Aber er hatte vorgesorgt und sich um seine Nachfolge gekümmert; so wurde er 1994 zum Ehrenvorsitzenden gewählt und Claus Bussmann wurde sein Nachfolger. Ein Einschnitt in der Vereinsgeschichte ist dieser Wechsel aber nicht geworden. Der Verein entwickelte sich ruhig und stetig weiter. Feste Einrichtungen, die sich in der Vergangenheit bewährt hatten, wurden weitergeführt: die Sportabzeichenabnahme, die Radtouren, das Weckmannessen in Voesch und die sog. Weihnachtsfeiern der einzelnen Gruppen in St. Hubert; sogenannt deshalb, weil einzelne Gruppen dazu übergingen, sich erst im Januar zu treffen. Hinzu kam die jährliche Besprechung des Vorstandes mit allen Übungsleiterinnen und -leitern, die meist in Form eines gemeinsamen Frühstücks stattfand und inzwischen auch eine feste Einrichtung des Vereins ist.

Ein Sportverein, der nur Breitensport betreibt, kann keine Meisterschaften gewinnen; aber auch er kann Rekorde aufstellen:

– von 1980 bis 2002 gab es für Erwachsene keine Beitragserhöhung;

– die Jahreshauptversammlung 2006 dauerte nur 37 Minuten;

– im Jahre 2003 wurde der Höchststand an Mitgliedern verzeichnet: 601;

– Frau Elke Ewald machte 41mal das Sportabzeichen;

– 1996 nahmen an den zwei Radtouren 130 Personen teil;

– 2010 gab es im Verein 33 verschiedene Turngruppen.

Zu den zweiten 25 Jahren der Vereinsgeschichte gehören aber auch Vorgänge, die den gesamtgesellschaftlichen Wandel widerspiegeln:

– jahrelang hat die Vereinsführung dafür gekämpft, die Beitragszahlung auf das Bankeinzugsverfahren umzustellen; das war ziemlich mühselig.

– Seit 2006 hat der Verein ein Kooperationsabkommen sowohl mit dem Kindergarten St.Raphael wie mit der Gemeinschaftsgrundschule;

– Seit 2010 spielt die richtige Ernährung der Sporttreibenden eine immer größere Rolle;

– 2011 wurde beschlossen, dass Asylbewerber ein halbes Jahr lang ohne Beitrag im Turnverein Sport treiben dürfen;

– Auch vor den Übungsleiterinnen und -leitern machte die Internationalisierung nicht halt:

Sowohl die französische wie die haitianische und die türkische Tradition wurden im Verein lebendig;

– Mit der Stadt wurde ein Abkommen zur Missbrauchsprävention in den

Kindergruppen abgeschlossen;

– Seit 2012 hat der Verein in Klaus Hegmanns einen Spezialisten für das Netz;

– 2015 veranstaltete der Verein einen Aktionstag: „Bewegung gegen Krebs“.

Daneben gab es aber auch immer wieder besondere Ereignisse im Vereinsleben, die hier erwähnt werden müssen: Immer wieder wurden neue Gruppen ins Leben gerufen, um neuen oder geänderten Anforderungen zu entsprechen; manche wurden zu Rennern, manche gingen nach kurzer Zeit wieder ein. Ich zähle auf:

– Ballspiele für 6 bis 8jährige Kinder;

– Volleyball für Mädchen;

– Kwoon Do;

– Aerobic;

– Rückenfitness;

– Damenfitness;

– Leichtathletik für Kinder;

– Geräteturnen für Kinder;

– Nordic Walking;

– Schwer mobil;

– Laufen für Erwachsene;

– Sunshine Fitness;

– Gut drauf für Jugendliche;

– Le Parcour, ebenfalls für Jugendliche;

– Bewegung und Entspannung;

– Tanzen für 4 bis 8jährige Kinder;

– Kreativer Tanz für Jugendliche und Erwachsene;

– Spielerisch fit;

– Fit und gesund - Body Workout;

– Fit und Fun – Gymnastik;

– Gymnastik für Seniorinnen;

– Wilde Spiele für Jungen.

Immer dann, wenn eine der drei meist genutzten Hallen nicht zur Verfügung stand, wurde es schwierig, für diese vielen Gruppen Hallenstunden zu bekommen. So z. B. im November 1999, als die Stadt mitteilte, dass die Halle in Voesch nicht mehr zugänglich sei. Der Hintergrund war, dass die Stadt das Schulgebäude einschließlich der Halle verkaufen wollte. Daraufhin entstand in Voesch eine Initiative, aus der etwas später die Interessengemeinschaft Bürgerhaus Voesch hervorging, die sich für den Erhalt und die Instandsetzung der Gebäude stark machte. Der Turnverein, der nach wie vor ein großes Interesse an der Turnhalle hatte, beteiligte sich von Anfang an an den Überlegungen und war auch bereit, im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Finanzierung der großen Aufgabe mitzuwirken. Ab 2002 war dann die Halle in Voesch, die 2012 mit einem großen Wandspiegel ausgestattet wurde, wieder zugänglich, aber in der Übergangszeit gab es gravierende räumliche Engpässe, die trotz aller Bemühungen der Stadt, lokaler Einrichtungen, anderer Sportvereine und des Turnvereins nicht beseitigt werden konnten.

Diese Situation trat noch einmal ein, als 2008 die große Halle in St. Hubert renoviert werden musste, was bis April 2009 dauerte. In beiden Fällen waren die betroffenen Gruppen nicht begeistert, aber der gute Geist der gegenseitigen Hilfe hat die Lage erträglich gemacht.

Nicht übergangen werden darf, dass zwei tragende Säulen des Vereins, Erika Lemke und Hansjochen Hein, in den zweiten 25 Jahren der Vereinsgeschichte mehrfach geeehrt wurden. Die höchsten Ehrungen waren: für Hansjochen Hein, am Ende seiner Tätigkeit als Kassierer, das Ehrenabzeichen des nordrheinwestfälischen Turnverbandes, für Erika Lemke das Bundesverdienstkreuz.

Am Dorfleben in St. Hubert hat sich der Turnverein regelmäßig beteiligt; an den Sommerfesten in Haus Drabben mit einem Stand und einer Vorführung der Behindertengruppe, bei den Pfarrfesten mit Tanzvorführungen und beim 100jährigen Bestehen des Musikvereins mit einer Kindergruppe.

Und in diesem Jahr feiert der Turnverein sein 50jähriges Bestehen. Wenn man will, kann man schon das neue Logo, das der Verein seit 2011 hat, als ersten Vorbereitungsschritt für die nächsten 50 Jahre interpretieren. Sicher war die Neuwahl an der Spitze des Vereins in der Jahreshauptversammlung 2016 ein solcher Schritt. Nach 48 Jahren bekam der Verein – endlich, muss man sagen – mit Franziska Lange eine Erste Vorsitzende; denn er war ja vor allem auch wegen des Frauenturnens gegründet worden.

Und der neue Vorstand packte sogleich eine lange herausgeschobene Aufgabe an, die Formulierung einer neuen Satzung. Das gelang 2017. Aber immerhin hat die alte Satzung 49 Jahre lang gehalten; das ist auch rekordverdächtig. Und eine sehr alte Einrichtung des Vereins wurde wiederbelebt: das Weckmannessen kurz vor Jahresende; und der Zuspruch ist so gut wie in alten Zeiten.

Am 7. und 9. September 2018 wurde das 50-jährige Bestehen mit einem großen Festabend im Forum und einem Aktionstag auf dem Marktplatz in St. Hubert gebührend gefeiert; alles gemäß der Vereinsphilosophie: Menschen zur Freude an der Bewegung verhelfen.

Claus Bussmann

Stand 23.9.2018