Über Uns

Die Gründung

Die 29 Sportler (22 Frauen, 7 Männer), die sich am 13.7.1968 entschlossen, den Turnverein St. Hubert zu gründen, hatten ein klares Ziel: Es muss mehr für bisher benachteiligte Gruppen (Frauen und Kinder) und für vernachlässigte Sportarten (Turnen und Breitensport) getan werden. Diesem Ziel ist der TV St. Hubert bisher treu geblieben: Die Mehrheit der Mitglieder sind Frauen und Kinder; Breitensport ist nach wie vor die Devise. Aber zu Beginn gab es auch allerlei Probleme. Von außen: Schon wieder ein neuer Verein, der die knapp bemessenen städtischen Sportanlagen für seine Arbeit beansprucht. Von innen: Im Protokoll der Jahreshauptversammlung von 1970 ist eine kuriose Geschichte festgehalten: Der gerade erst wiedergewählte Erste Vorsitzende legt sein Amt nieder, da "er es leid sei, sich von der Damenabteilung weiterhin Vorschriften machen zu lassen." Und als diese Damen beantragten, über einen von ihnen eingebrachten Antrag abzustimmen, "erklärten die Männer, das sei undemokratisch, da sie ja in der Minderheit seien." Aber diese Anfangsprobleme haben das kontinuierliche Wachstum des Vereins nicht behindert. Am Ende des Jahres 1968 gab es bereits 206 Mitglieder; die Gründungsversammlung hatte offenbar eine echte "Marktlücke" entdeckt.

Die frühen Jahre

Im Verhältnis zu dem, was der Turnverein heute anbietet, sah das erste Programm eher bescheiden aus: Eine Turnstunde für Kinder von 3-6 Jahren, eine für die 6-10jährigen, eine für die 10-14jährigen und eineinhalb Stunden Turnen für Damen. Daneben gab es auch noch eine Herrenvolleyballabteilung, die aber schon in Laufe des Jahres 1968 wegen Platzmangels eine Aufnahmesperre verhängen musste. Auch eine Schwimm- und eine Tischtennisabteilung wurden gegründet, die aber nicht lange lebten, da es in diesen Bereichen etablierte Anbieter gab. 1973 hatte der Verein bereits 287 Mitglieder, vielleicht auch deshalb, weil 1972 das Mutter-und-Kind-Turnen eingeführt worden war, das sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.
Als der Verein 1978 10 Jahre alt wurde, gab es einen besonderen Höhepunkt: eine Fahrt zu den Karl-May-Festspielen, wo Winnetou I mit Pierre Brice in der Hauptrolle aufgeführt wurde.

Die weitere Entwicklung

Man kann die weitere Entwicklung der Vereinsgeschichte mit den Begriffen "Kontinuität" und "Differenzierung" beschreiben. Dabei wird die Kontinuität vor allem durch Personen gewährleistet. 1976 wurde folgender Vorstand gewählt: Heinz Fleischer, Erika Lemke und Hansjochen Hein. Dieser Vorstand amtierte noch 1993, als der Verein 25 Jahre alt wurde, was im inzwischen errichteten Forum feierlich begangen wurde. Noch ein Beispiel: 1977 wurde der Jahresbeitrag für Erwachsene auf 60,- DM festgesetzt; auch der galt 1993 noch. Differenzierter wurde im Laufe der Jahre das Angebot: 1979 wurde eine Tanzgruppe für Mädchen eingerichtet (sie war ursprünglich wohl für junge Leute gedacht, denn in der Zeitung konnte man lesen: "Zu der Mädchentanzgruppe in Voesch werden junge Männer gesucht."); 1981 kam die Behindertensportgruppe hinzu. 1984 hatte der Verein 395 Mitglieder, 1993 schon 505. Eine wichtige Rolle spielt in all den Jahren seit der Gründung die "Olympiade des kleinen Mannes", der Erwerb des Deutschen Sportabzeichens. In jedem Jahr legen zahlreiche Vereinsmitglieder und "Assoziierte" die erforderlichen Übungen ab.
In den letzten 15 Jahren ist die Differenzierung weitergegangen: Rückengymnastik, Aerobic, Kinderleichtathletik, Nordic Walking und Laufen. Die Versuche, auch für die Jugendlichen ein attraktives Angebot zu machen, waren meist nicht sehr erfolgreich, werden aber immer wieder gemacht. Die Mitgliederzahl hat sich bei 500 eingependelt. Neuland wurde betreten durch Kooperationsverträge mit der GGS St. Hubert und dem Kindergarten St. Raphael; kontinuierlich treiben viele Bewegungsbegeisterte Sport in den 28 aktuellen Gruppen. Bis heute ist der Verein, der 2008 40 Jahre alt wird, seinem Ansatz treu geblieben: Breitensport und viele Angebote für Frauen und Kinder.